Deutschland ist Stromsparmeister
Geschrieben von Christian in Stromvergleich, tags: Strom sparen, Stromanbieter, Stromrechner, StromvergleichDass wir Deutschen Spitzenreiter beim Wasser sparen sind, wussten wir ja schon lange, aber jetzt auch beim Strom sparen? Ja, sagt der Bundesverband der Energie-und Wasserwirtschaft (BDEW).
Seit 30 Jahren rückläufiger Stromverbrauch
Anlässlich des 60. Jahrestages zur Gründung der Bundesrepublik Deutschland hat der Bundesverband einige statistisch interessante Zahlen veröffentlicht. Laut BDEW wird demnach vor allem die deutsche Wirtschaft immer energieeffizienter. Seit Mitte der 80er Jahre wachse die Wirtschaft schneller als der Stromverbrauch. In den Jahren 1991 bis 2008 ist das Bruttoinlandsprodukt um 1,5 Prozent gewachsen, der Stromverbrauch aber nur um 0,8 Prozent. Nach der Gründung der Bundesrepublik war die deutsche Wirtschaft dagegen ein wahrer Stromfresser. Zum Vergleich: In den 50er Jahren hat das Verhältnis noch 8,2 Prozent in der Wirtschaft und 10,3 Prozent beim Stromverbrauch betragen.
Energieeffiziente Wirtschaft mit Verbesserungspotenzial
Sucht man nach Gründen für diesen Wandel rückt einerseits die Zunahme der Unternehmen im Dienstleistungssektor in den Mittelpunkt. Da diese nicht so energieintensiv sind, wie zum Beispiel Unternehmen der metallverarbeitenden Branche, ergibt sich von vornherein ein niedrigerer Energieverbrauch. Hinzu kommt andererseits die weiterentwickelte Technik, die immer Energie sparender arbeitet. In den letzten Jahren ist das Umweltbewusstsein bei vielen Unternehmen in den Vordergrund gerückt und so wurden die meisten Stromfresser bereits ausgetauscht. Allerdings besteht hier nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) immer noch Ausbaupotenzial. So haben noch ungefähr 20 Prozent der deutschen Unternehmen wenig bis gar nichts in Sachen Energieeffizienz getan. Außerdem seien weitverbreitete Technologien wie Pumpen, Druckluftsysteme oder Antriebe hinsichtlich der Energie in weiten Teilen des produzierenden Gewerbes noch nicht optimiert. Hier liegen laut dena Energiesparmöglichkeiten von bis zu 50 Prozent. Auch im Bereich der öffentlichen Beleuchtung lassen sich laut Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie (ZVEI) Millionen von Euro sparen. Dies könnte einfach durch den Austausch der bisher verwendeten Glühbirnen gegen Energiesparlampen bewerkstelligt werden. „Nur fünf Prozent des Stroms, den eine Glühlampe benötigt, wird tatsächlich zu Licht – die restlichen 95 Prozent werden in Wärme umgewandelt. Das sind verheerende Wirkungsgrade“, erklärt Prof. Dr. Norbert Hüttenhölscher, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW.
Anteil der Privathaushalte nicht zu unterschätzen
Nicht nur die Wirtschaft hat in Punkto Energie sparen deutlich in den letzten 30 Jahren zugelegt. Auch der Anteil der Haushalte am insgesamt gesparten Strom ist nicht zu unterschätzen. Auch hier ist ein ähnliches Phänomen wie in der Wirtschaft zu beobachten: Obwohl Jahr für Jahr mehr Geräte und Maschinen im Haushalt Einzug halten, sinkt doch ihr Stromverbrauch kontinuierlich. Denn auch hier wird die Technik immer energieeffizienter. So hat, wie idealo kürzlich berichtete, die Stiftung Warentest Staubsauger hinsichtlich ihres Stromverbrauchs und ihrer Saugleistung verglichen. Unter den drei Testsiegern mit der Bewertung „Gut“ waren drei energieeffiziente Geräte, die eine Wattzahl von deutlich unter 1.500 hatten. Selbst im Bereich der Lifestyle-Produkte wird auf Energieeffizienz geachtet. Nach einer Mitteilung der dena sind heutzutage beispielsweise die meisten Kaffeevollautomaten und Espressomaschinen mit einer Auto-Off-Funktion ausgestattet. Diese schaltet das Gerät automatisch ab, wenn es nicht mehr in Benutzung ist und spart damit Strom und Geld.
Energieversorger unterstützen Stromsparer
Neben den Bemühungen der Wirtschaft und der Privathaushalte haben auch fast alle deutschen Energieversorger das Thema Energieeffizienz für sich entdeckt. Viele Energieunternehmen wie energieGut bieten heutzutage ihren Kunden Energiespartipps im Internet auf ihrer Unternehmenswebsite oder als kostenlose Publikation an. Einige Energieversorger zahlen auch Boni an Kunden aus, die eine bestimmte Anzahl von Kilowattstunden Strom im Jahr gespart haben. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Möglichkeiten Energiespar-Seminare zu besuchen. Neu ist seit diesem Jahr auch in 59 Städten und Gemeinden, u.a. auch in Großstädten wie Berlin, Frankfurt a. Main, Düsseldorf, Stuttgart, Leipzig und Hamburg, die gemeinsame „Stromspar-Check“-Initiative der Caritas, des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaagenturen (eaD). Diese soll einkommensschwachen Haushalten helfen mehr Energie, vor allem Strom, zu sparen. Dabei greifen ihnen qualifizierte Langzeitarbeitslose, sogenannte „Stromsparhelfer“ unter die Arme.
Anbieter wechseln und Stromkosten sparen
Wer nicht nur Strom sondern auch Kosten sparen will, sollte einmal über einen Anbieterwechsel nachdenken. Ganz einfach funktioniert das mit dem kostenlosen Stromrechner von strom.idealo. Dort können Sie bequem alle Energieversorger hinsichtlich ihrer Angebote vergleichen und den für Sie günstigsten auswählen. Den Rest des Wechsels erledigt idealo für Sie. Der Stromtarifvergleich in München zeigt zum Beispiel, dass eine vierköpfige Familie dank Neukundenbonus bis zu 291,61 Euro im ersten Jahr gegenüber dem Grundversorger-Tarif sparen kann.
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